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25 Jahre Kino Theater Rätia

Filmprogramm «Prominente machen Kino»

Nun sind es 25 Jahre her, dass der Verein Kino Theater Rätia die Leitung des Kino Rätia in Thusis übernommn hat. Am 29. Januar 1988 fand die erste Filmvorführung statt: «Molière» stand auf dem Programm.

Zur Feier dieses Jubilums haben wir zwanzig prominente Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Politik eingeladen, einen Wunschfilm vorzustellen und dessen Vorführung auch zu finanzieren. Wir danken all diesen Persönlichkeiten ganz herzlich für ihre Teilnahme und ihr Engagement.


 

Di 22. Januar
Mi 6. Februar
Mi 27. Februar
Mi 6. März
Mi 20. März
Mi 10. April
Mi 24. April
Mi 8.Mai
Mi 22. Mai
Mi 5. Juni
Mi 19. Juni
Di 2. Juli
Mi 21. August
Mi 4. September
Mi 18. September
Mi 9. Oktober
Mi 23. Oktober
Mi 6. November
Mi 20. November
Mi 4. Dezember
Mi 18. Dezember

Martin Jäger, Regierungsrat
Philipp Lenz, Regisseur
Thomas Bitter, Regio Viamala
Anita Mazzetta, WWF GR
Valentin Luzi, Bauunternehmer
Annalis und Christian Komposch, Weine
Christian Hassler, Solarenergie
Stefan Engler, Ständerat
Albert Pitschi, Redaktionsleiter Pöschtli
Beatrix Vital, Gemeindepräs. Masein
Denise Dillier, Verkehrsdirektorin
Martin Schmid, Ständerat
Linard Bardill, Liederer
Armin Gyger, Künstler
Nicole u. Thomas Rüegg, Hoteliere
Barbara Gabrielli, Leiterin Amt für Kultur
Ueli Bleiker, Grossrat
Erwin Pelican, Unternehmer
Markus Kohler, GKB
Reto Keller, Spitaldirektor
Claudia Kleis, Gemeindeammann Thusis


Sternenberg
Der Pferdeflüsterer
Fargo (im Vorprogramm: Der Lauf der Dinge)
Terre et cendres
Double Indemnity (Frau ohne Grenzen)
Léolo
Monsieur Ibrahim et les fleures du Coran
Sagrada
Wait until Dark
Vergiss mein nicht
Viamala
Am Limit
Rashomon
The Producers - Springtime for Hitler
Komiker
Der verlorene Sohn
Kite Runner
Congo River
Intouchable
The Bucket List
An Officer and a Gentleman


 


Di 22.1. 20:15


Bin ein Kultur- und Naturgänger
Mein Beruf ist mir zugleich Berufung. Mitglied der Bündner Regierung sein zu dürfen, ist eine extrem spannende, herausfordernde, aber auch befriedigende Aufgabe. Und dass ich für Erziehung, Kultur und Umweltschutz zuständig bin, ist auf meine Person, meine Interessen, meinen beruflichen und politischen martin jägerWerdegang perfekt zugeschnitten.
Meine Freizeit verbringe ich so oft als möglich als Natur- und Kulturgänger. Ich kann mir kaum etwas Schöneres vorstellen, als an einem Wintersonntag am Vormittag mit Schneeschuhen durch eine tief verschneite Landschaft zu stapfen, um dann am Abend in einer Kirche einem Orgelkonzert zu lauschen, zu meditieren, mich zu sammeln.
Und nun habe ich trotz 25-jährigem Jubiläum gar nichts zum Kino Rätia in Thusis geschrieben, obwohl doch da mein Schwager Erich seit Jahren als Operateur tätig ist.

Martin Jäger

Martin Jägers Wunschfilm ist «Sternenberg»


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Sternenberg
Regie: Christoph Schaub, CH 2004, Dialekt, 90’, ab 10
Di 22. 20.15
Franz Engi kehrt nach über 30 Jahren in der Ferne an den Ort seiner Jugend zurück. In Sternenberg im Zürcher Oberland zieht er ins ehemalige Gasthaus "Sternen", das er geerbt hat und nun verkaufen möchte. In der Wohnung im ersten Stock wohnt die Primarlehrerin Eva.
Vom Gemeinderat Hans Grob erfährt Franz, dass Eva seine Tochter ist. Doch noch traut sich Franz nicht, sternenbergEva damit zu konfrontieren. Stattdessen versucht er ihr beim Problem mit der Schule zu helfen: Er lässt sich mit 69 Jahren einschulen, um so die kleine Schule vor der Schliessung zu bewahren.
Schulinspektor Freudiger (und Evas heimlicher Geliebter) ist gar nicht erfreut und meldet den Vorfall seinem Chef, dem Kantonsratskandidaten Jauch. Ein Schulbesuch der beiden soll dem Treiben ein Ende setzten. Doch sie haben die Rechnung ohne Franz und seine Mitschülerinnen und Mitschüler gemacht.

Mit Mathias Gnädinger, Sara Capretti, Walo Lüond




 


Mi 6.2. 20:15


Meine grosse Leidenschaft
ist und bleibt das Theater. Als noch letzter Aktiver  der Mitbegründer des Theater Muntanellas begreife ich, wenn viele Leute mich auf das Theater Spielen ansprechen. Aber Theater kann man nicht alleine machen, da sind noch viele Leute vor und hinter den Kulissen verantwortlich, und gerade sie traphilipp lenzgen in aller Stille dazu bei, dass ich das Glück hatte, bis heute als Spieler, aber vor allem als Regisseur, anspruchsvolle Stück auf die Bühne zu bringen.
Meine Beziehung zum Kino Theater Rätia begann in den Anfängen, als man nicht genau wusste, ob es als reines Kino oder als Theater weitergeführt werden sollte. Bald stellte sich aber heraus, dass die Räumlichkeiten für einen reinen Theaterbetrieb nicht geeignet waren.

Ich habe den Film „The Horse Whisperer“ von und mit Robert Redford ausgewählt. Redford ist ein hervorragender Schauspieler und Regisseur. Ich wünsche mir, ein möglichst grosses Publikum  am Mittwoch, 06. Febr. 2013, im Kino begrüssen zu dürfen. Auf Wiedersehen – diesmal im Kino, nicht im Theater!

Philipp Lenz ist Mitbegründer der Theatergruppe Muntanellas


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The Horse Whisperer
Regie: Robert Redford, USA 19898, OV/d, 170’
Eine menschenleere Wüste. Majestätisch galoppiert ein Pferd einen kleinen Hügel hinauf. Die Zeit scheint still zu stehen in dieser in monochromem Schwarz-Weiß gehaltenen Welt. Als der Traum verblasst, wird der Blick frei auf ein junges Mädchen von 14 Jahren. Gelassen macht sich Grace bereit auf ihr Hobby, dthe horse whispereras Reiten, das so massgeblich ihr Leben bestimmt. Draußen trifft sie sich mit ihrer besten Freundin Judith (Kate Bosworth). Beide reden über einen Jungen, den sie süß finden, und satteln ihre Pferde. Sie reiten über weite Felder hin in die Wälder, durch die auch eine Verkehrsstraße verläuft. Bald darauf verliert Judith die Kontrolle über ihr Pferd, verhakt sich im Steigbügel und rutscht einen Abhang hinunter, der zur Straße führt. Grace will ihrer Freundin helfen, doch die Situation eskaliert, als ein Lastwagen auf dem Weg auftaucht. Grace wird von ihm erfasst, ihr Pferd Pilgrim, das sie retten wollte, überschlägt sich.

Mit dem 1992 erschienenden Film Aus der Mitte entspringt ein Fluss erschuf der Filmemacher und Schauspieler Robert Redford nicht nur ein von der Kritik viel gelobtes Werk, sondern ebnete auch den Weg für Frauenschwarm Brad Pitt, der im Verlauf seiner Karriere beachtlichen Starruhm erlangte. Weniger illustre, dafür aber noch talentiertere Schauspieler versammeln sich in dem Liebesdrama „Der Pferdeflüsterer“, der fünfte und erfolgreichste Film, bei dem Redford Regie führte.

Mit Scarlett Johansson, Robert Redford

 


Mi 27.2. 19:00


Thomas Bitter thomas bitter

Kultur ist für mich: Mozart's Requiem und der Aufbau des Mikroprozessor's in meinem Computer und Herman Melville's "Moby Dick". Ten years after in Woodstock und der Pfeilbogen und das Machen von Alpkäse. Die B-17, die X-1 und die Cutty Sark. Tim und Struppi und Gottfried Keller's "Die Leute von Seldwyla" und Fritjof Nansen's Überwinterung auf Franz-Josef-Land. Das Schweizer Eisenbahnnetz und die Kultivierung des Mais und mein Velo. Der Satz des Pythagoras und google und die Kirche von Scheid. Die Abstimmung vom 3. März undLasagne agli spinaci und die Kraftwerke Zervreila und das Kino Rätia. Ich könnte - mit Weile - ein ganzes Pöschtli füllen. Es ist einfach: Kultur macht für mich die Menschheit und alles Menschliche aus.

Im Wunschfilm 1 «Der Lauf der Dinge» bewegt ein Ding konsequent das andere - ob es will oder nicht. Im Wunschfilm 2 «Fargo» bewegen Menschen konsequent andere - ob sie wollen oder nicht. Beide Filme sind für mich absolut faszinierend - und auch hilfreich.

Thomas Bitter ist Präsident der RegioViamala


Fargo
Regie: Ethan und Joel Coen, USA 1996, OV/d, 97’, ab 16


Jerry Lundegaard steckt in grossen finanziellen Nöten. Seiner zunehmenden Verzweiflung entwächst eines Tages ein scheinbar genialer Plan: Er heuert zwei Ganoven an, die seine Ehefrau entführen und seinen stinkreichefargon Schwiegervater daraufhin um Lösegeld erpressen sollen, welches Jerry anschliessend mit den beiden Verbrechern teilen möchte. Leider gehören die auserwählten Kidnapper nicht unbedingt zu den cleversten und so findet sich Jerry bald in einem blutigen Chaos wieder, welches er nicht mehr zu kontrollieren vermag.


Im Vorprogramm:

Der Lauf der Dinge
Peter Fischli, David Weisslauf der dinge

In einer Lagerhalle wurde mit verschiedenen Gegenständen ein labiles Gebäude aufgebaut, linear, 20-30 Meter lang. Wird dies in Bewegung gesetzt, läuft eine Kettenreaktion ab. Feuer, Wasser, Schwerkraft und Chemie bestimmen den Lauf der Gegenstände, der Dinge. So entstand eine Erzählung über Ursache und Wirkung, Mechanismen und Artistik, Unwahrscheinlichkeit und Präzision.
Das knappe Gelingen des Experimentes ist schön. Man merkt, die Gegenstände geben sich Mühe, man individualisiert sie, man fiebert mit. Sie werden zu Akteuren, und man möchte am liebsten klatschen, wenn ihnen etwas gelingt. Es hat die Schönheit eines magischen Tricks: Wenn es einem Jongleur dreimal misslingt und der den letzten neunten Ball fallen lässt, und wenn es iihm beim letzten Mal gelingt, dann sagt man schön und freut sich noch mehr. Man merkt, dass alle Tricks, die die Gegenstände auf Lager haben, für diese sehr schwierig sind, denn sie können eigentlich nichts. Man zwingt sie zu ganz absurden Tätigkeiten. Es wird ein Drama gespielt: Ein Gegenstand ist immer schuld an der Zerstörung des nächsten und am Fortgang der Ereignisse. Patrick Frey auf Radio DRS
Diese artistische Versuchsanordnung alltäglichster Dinge ist eine Kettenreaktion, ein kontrolliertes Happening nach den Gesetzen der Physik und Chemie, den Notwendigkeiten und Zufällen einer prekären Situation, die man auch als »Ordnung aus Schwankungen« bezeichnen kann. Die Kamera folgt fasziniert dem Ereignis, das seinen »Lauf nimmt« und (fast) ohne Schnitt einen 1/2-stündigen Prozess dokumentiert. Mit diesem Video landeten Fischli/Weiss einen der Publikumsrenner der documenta 8 von 1987.



 


Mi 6.3. 20:15


Anita Mazzetta
WWF GR anita mazzetta
top

„Politik kann nie Kultur, Kultur aber Politik bestimmen“: Dieses Zitat vom Politwissenschafter Theodor Heuss (1884-1963) passt nicht nur zum langjährigen Engagement des Kino Rätia, dieses Zitat passt auch zu meinem Wunschfilm «Terre et cendres». Das Kino Rätia ist für die Region, für den Kanton und darüber hinaus ein Kino, das mehr bietet als reine Unterhaltung.
Die Auseinandersetzung mit dem Film als politische Botschaft, als künstlerisches Werk, als Ausdruck einer Kultur hat hier einen hohen Stellenwert. Als langjährige Moderatorin der Weltfilmtage Thusis hat mich das am Kino Rätia fasziniert.

Mit der Verfilmung seines eigenen Buches hat der Afghane Atiq Rahimi einen wunderschön poetischen Film über die Verzweiflung und das ewige Warten der Afghanen auf Frieden geschaffen. Nach einer jahrzehntelangen Durststrecke haben die Afghanen mit «Terre et cendres» wieder einen eigenen Spielfilm bekommen. Diese filmische Rarität, die im Rahmen der Weltfilmtage Thusis gezeigt wurde, hat mich beeindruckt. Der afghanische Film hat heute nichts an seiner Aktualität verloren. Die Politik hat versagt, die Anschläge der Taliban auf Bevölkerung, Kultur und Bildung gehen weiter. «Terre e cendres» gibt den Afghanen eine Stimme und ist ein kleiner Hoffnungsschimmer.





Terre et cendres
Regie: Atiq Rahimi, Afganistan/F 2004, 105’

Dastaguir sitzt am Strassenrand, sein Enkel Yassin an seiner Seite. Eine triste afghanische Landschaft beherrscht die Szenerie: ein ausgetrocknetes Flussbett, kahle Berge, eine staubige terre et cendresStrasse. Die Strasse führt zu einem weit entfernten Bergwerk. Dastaguir unternimmt diese Reise, um seinen Sohn, Yassins Vater, zu sehen, der im Bergwerk arbeitet. Er muss seinem Sohn mitteilen, dass ihr Dorf bombardiert und seine Familie ausgelöscht worden ist – eine furchtbare Aufgabe für den Alten, der hin und her gerissen ist zwischen seinem eigenen Leiden, seiner unerträglichen Einsamkeit und dem herrschenden Ehrenkodex, in welchem sein Wesen so tief verankert ist. Auf seinem Weg begegnet Dastaguir verschiedenen Fremden: einem missmutigen Wärter in seinem Wärterhäuschen, einem philosophierenden Händler, einer mysteriösen, verschleierten Frau und anderen Opfern dieses unsäglichen Krieges.
«Terre et cendres» ist eine Parabel über den verheerenden Verlust, die Ausdauer des menschlichen Geistes angesichts der Entsetzlichkeiten des Krieges.



 


Mi 20.3. 20:15


Valentin Luzi
Bauunternehmervalentin luzi
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Der nächste Gastgeber in der Reihe „Prominente machen Kino“ ist der Andeerer Unternehmer Valentin Luzi. Er sagt: In frühereren Jahren waren für mich kulturelle Anlässe oder Projekte nicht so  interessant. Vielmehr widmete ich meine Freizeit dem Sport und der Weiterbildung. Erst als meine Arbeit als selbstständiger Unternehmer recht viel Substanz abverlangte, erlebte ich, dass Kulturauch Erholung sein kann. Kultur ist für mich pesönlich nicht nur wahrnehmen, sondern auch selbst umsetzen. Zum Beispiel beim Projekt der alten Averserstrasse erfuhr ich viele interessante Geschichten und konnte selbst Hand anlegen, den Alltag vergessen und wie man so schön sagt, die Batterien wieder aufladen.

Mit dem Kino Rätia bin ich seit einiger Zeit  verbunden. Bald 20 Jahre unterstütze ich als Unternehmer die Kino-Organisation. Es ist sehr eindrücklich, wie ein paar engagierte Personen das Kino über Jahre mit guten Filmen oder Projekte bereichern. Heute sogar ein Begriff von sehr gutem "kulturellem Kino" in der Schweiz.





Double Indemnity (Frau ohne Gewissen)
Regie: Billy Wilder, USA 1943, OV/d, 104’

Phyllis Dietrichson verführt den jungen Versicherungsvertreter Walter Neff und überredet ihn, ihr bei der Ermordung ihres Mannes, für den sie eine hohe Lebensversicherung abschliesst, behilflich zu sein. Obwohl ihr Plan zunächst aufzugehen scheint und alles für einen Unfalltod spricht, schaltet sich ein auf double indemnityBetrügereien spezialisierter Kollege Neffs, Barton Keyes, ein. Es gelingt Keyes, der Wahrheit auf die Spur zu kommen, weshalb Neff Phyllis ermorden will, bevor der Verdacht auch auf ihn fällt. Als die beiden aufeinandertreffen, schiesst sie jedoch zuerst und verwundet ihn. Nachdem er sie umgebracht hat, schleppt er sich mit letzter Kraft in das Büro Keyes', wo er sein Geständnis auf Band spricht.



 


Mi 10.4. 20:15


Annalis und Christian Komposch
Weinhandlung
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Wir gratulieren dem Kino Theater Rätia herzlich zum 25 jährigen Jubiläum. Einem Kino kann man schlecht die Hand zur Gratulation reichen, dafür aber all den vielen Menschen, die das Kino Theater Rätia überhaupt möglich machen. Ein herzliches Dankeschön an alle, die es uns ermöglichen grossartige Filme zu sehen, Konzerte zu hören, Theater zu erleben. Danke all jenen, die sich für das Programm für Senioren und für unsere Kleinen einsetzen. Danke denjenigen, die nicht müde werden uns zu Tanz, Gesprächen und lustiger Unterhaltung zu verführen. Das Kino Theater Rätia trägt zur Attraktivität von Thusis massgeblich bei, nicht auszudenken, wenn es das Kino nicht gäbe. Wir hoffen, dass es auch in den nächsten 25 Jahren genug Leute geben wird, die sich für das Kino Theater Rätia einsetzen, sei es als Macher oder Zuschauer. Welch ein Luxus und Privileg in einem 3000 Seelen Dorf eine solche Kulturstätte zu haben. Danke!





Léolo
Regie: Jean-Claude Lauzon, F/Can 1993, OV/d, 107’

Der 14-jährige Junge Léo Lauzon wächst unter schwierigen Verhältnissen in einer ärmlichen Gegend von Montreal auf. In seiner Familie gab es schon mehrere Fälle von Geisteskrankheit, von der auch sein Vater (Roland Blouin) betroffen ist. Um dem leolotristen Alltag zu entfliehen, flüchtet sich Léo immer häufiger in Fantasiewelten, in denen sein ärmliches Dasein eine andere Bedeutung hat. In diesen Fantasien nennt er sich Léolo und beschliesst, dass sein Vater nicht sein Erzeuger ist, sondern die geliebte Mutter indirekt über eine importierte Tomate aus Sizilien geschwängert wurde. Am Rande dieser Fantasien tritt aber auch in der Realität eine Wandlung ein, als Léolo beginnt, von sexuellen Abenteuern mit der ältere Nachbarstochter Bianca zu träumen. Doch über allem thront die Angst, wie sein Vater irgendwann den Bezug zur Realität zu verlieren...



 


Mi 24.4. 20:15


Christian Hassler
Solarenergie christian hassler
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Christian Hassler, Inhaber der Solarfirma in Zillis, gegründet  1985. 
Die Kultur ist für mich alltäglich. In Donat aufgewachsen waren wir sehr oft auf dem Maiensäss und den Alpen. Dies hat mich geprägt, und deshalb suche ich diese Orte ganzjährig so oft als möglich auf. Ich bin froh, mehrsprachig aufgewachsen zu sein, und nebenbei musiziere ich schon über 40 Jahren in der MiMS.
Fremde Kulturen und Religionen faszinieren mich ausserordentlich. Verschiedene Reisen haben mich schon um den ganzen Globus geführt. Dabei interessieren mich vor allem der Alltag der Menschen, Arbeit, Familie, Gesellschaft, aber auch die verschiedenen Landschaften. Durch meine Offenheit wurde ich dabei nie enttäuscht. Meine Erfahrungen waren immer sehr positiv, und ich kann heute in meinem Alltag oft davon profitieren.
Ich bewundere das Kino Rätia, welches oft Filme oder Veranstaltungen mit speziellem kulturellem Inhalt (z.B. Weltfilmtage) präsentiert.

Mein Wunschfilm vereint die erwähnten kulturellen Aspekte und ist zudem äusserst unterhaltsam




Monsieur Ibrahim et les Fleurs du Coran
Regie: François Dupeyron, Frankreich 2003, F/d, 94', ab 14

Der junge Momo ist plötzlich ganz auf sich allein gestellt. Er hat nur einen Freund - einen einzigen - und das ist Monsieur Ibrahim, der arabische Lebensmittelhändler aus der Rue Bleue. Aber die Dinge sind nicht so, wie sie scheinen: Denn die Rue Bleue ist nicht blau, Monsieur Ibrahim ist kein Araber. Und das Leben ist nicht zwangsläufig ein Trauerspiel...monsieur ibrahim
«Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran» ist eine Geschichte über die wesentlichen Erfahrungen im Leben: Freundschaft und Liebe sowie Abschied und Verlust. Und nicht zuletzt geht es um das Ziel, das alle gemeinsam haben: Glück! Monsieur Ibrahim kennt das Geheimnis des Glücks: Er steht dem jungen Moses bei den ersten wesentlichen Lebenserfahrungen bei, zeigt, wie man(n) Brigitte Bardot eine Flasche Wasser überteuert verkauft und woran man eine reiche Gegend erkennt. Er sensiblisiert für die grossen und kleinen Freuden des Alltags, offenbart das Geheimnis des Lächelns, erklärt, wie man einer Frau Komplimente macht, oder warum man nur das behalten kann, was man verschenkt.
«Charmante Weisheiten im Gewand einer märchenhaft-religiösen Parabel – „Monsieur Ibrahim“ sensibilisiert für die kleinen Glückseligkeiten des Alltags.» (Frankfurter Allgemeine Zeitung )


 


Mi 8.5. 20:15


Stefan Engler
Ständerat
topstefn engler



Sagrada - El misteri de la creacio
Regie: Stefan Haupt, CH 2012, 90’, OV/d

Erst meinte man, es wäre ein Penner, der da von der Strassenbahn erfasst worden war. Ins Krankenhaus für Arme hatten sie ihn gebracht, den genialen Architekten Antoni Gaudí, bevor ihn jemand nach Stunden erst als solchen erkannte. Drei Tage später, am 10. Juni 1926, starb er.sagrada

An seinem Lebenswerk, der an Opulenz kaum zu übertreffenden Sagrada Familila in Barcelona, baut man heute noch. Wann sie fertig sein wird, weiss niemand. Dass sie auch 2012 noch nicht in ihrem vollen Glanze dastehen kann, dass erst 8 der 18 Türme errichtet sind, daran hatte der Tod der Kathedrale geistigen Vaters lediglich einen geringen Einfluss. Stattdessen sorgten der Spanische Bürgerkrieg, der Zweite Weltkrieg und nicht zuletzt das unerbittliche Franco-Regime für grobe Verzögerungen. Während des Bürgerkrieges vernichteten Anarchisten Pläne und Modelle - noch heute tappen die Bauverantwortlichen im Dunkeln, wie gewisse Abschnitte der Kathedrale von Gaudí in ihrer Form, selbst in ihrem Material, einst gedacht waren.
Der Schweizer Filmemacher Stefan Haupt fing vor vier Jahren an, eine Dokumentation über dieses bauliche Wunderwerk zu machen. Dabei lotete er die Geschichte aus, befragte die leitenden Personen und versucht einen Blick in die Zukunft zu werfen.



 


Mi 22.5. 20:15


Albert Pitschi
Redaktionsleiter Pöschtli
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Wait until dark
Regie: Terence Young, USA 1968, E/d, 108’

Hochspannung garantiert: Die drei Gangster Roat, Carlino und Mike suchen eine mit Heroin gefüllte Spielzeugpuppe. Dabei wait until darkgeraten sie an die blinde Susy Hendrix, die zufällig in den Besitz der Puppe kam und nicht ahnt, womit sie es zu tun hat. Mit einem angeblichen Auftrag locken die drei Finsterlinge ihren Ehemann, den Fotografen Sam aus dem Apartment und verschaffen sich freie Bahn für einige Stunden. Unter einem Vorwand versuchen sie zunächst ohne Gewalt an die Puppe zu gelangen. Doch wer gedacht hätte, die Verbrecher hätten leichtes Spiel mit der zarten Frau, hat sich getäuscht: Susy hat die verbrecherischen Absichten der drei Schurken schnell durchschaut und kann ihre Blindheit sogar als Vorteil nutzen.

Mit Audrey Hepburn



 


Mi 5.6. 20:15


Beatrix Vital
Gemeindepräsidentin Masein
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Vergiss mein nicht
Regie: David Sieveking, D 2012, deutsch, 88’

Dokumentarfilmer David Sieveking nimmt uns mit auf eine ungemein persönliche Reise seiner Familie. Seine Mutter Gretel leidet an schwerer Demenz. Um seinem Vater etwas Last von den Schultern zu nehmen, zieht David für einige Wochen wieder bei seinen Eltern ein, um seine Mutter zu pflegen, während sein Vater Malte einige Zeit neue Kraft tankt. Dabei begleitet er die Pflege und das Leben seinevergiss mein nichtr Mutter mit der Kamera. Obwohl sich Gretels Krankheit immer wieder deutlich zu erkennen gibt, verliert die Frau nicht ihren Lebensmut und steckt damit auch ihren Sohn an. Durch ihre offene und ehrliche Art lernt David seine Mutter noch einmal ganz neu und von einer ganz anderen Seite kennen. Durch den Film setzt er ein Mosaik seiner Familiengeschichte zusammen, das als Krankheitsfilm gedacht war und schlussendlich ein Liebesfilm wurde.




 


Mi 19.6. 20:15


Denise Dillier
Verkehrsdirektorin
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Viamala
Regie: Paul May, D 1961, deutsch, 93’

Via Mala ist eine deutsche des gleichnamigen Romans von John Knittel. Es ist die zweite Verfilmung des Stoffes nach dem Film aus dem Jahr 1948.viamala

Der alte Jonas Lauretz betreibt mit seiner Familie in der Viamala eine entlegene Sägemühle. Lauretz ist ein gewalttätiger Tyrann und schikaniert seine Frau, seinen Sohn Niklas und seine Töchter Sylvia und Hanna bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Nach einem Besäufnis zettelt Lauretz eine Schlägerei an und muss dafür ins Gefängnis. Nun hoffen seine Angehörigen, dass er sich aufgrund dieser Tat ändert.
Während seiner Haft stirbt ein alter Professor, für den Sylvia regelmässig gesorgt hat, und vermacht ihr sein gesamtes Vermögen. Weil sie aber noch nicht mündig ist, wird das Geld ihrem Vater übertragen, der davon allerdings im Gefängnis nichts erfährt. Nach seiner Entlassung findet er zufällig das Sparbuch und verprasst sofort das ganze Vermögen. Nach diesem Vorfall hat die Familie endgültig genug und beschliesst, ihren lang gehegten Wunsch, den Vater umzubringen, in die Tat umzusetzen. Nach dem vollzogenen Mord wird ausgerechnet Sylvias Verlobter Andreas von Richenau mit der Aufklärung des Falles betraut. Dieser setzt die ganze Familie Lauretz unter Druck, die ihm am Schluss die Wahrheit sagt, sich aber auch mit dem durch Lauretz verursachten Elend rechtfertigt.
Nun entscheidet er sich nach langem Abwägen und trotz des persönlichen Risikos, den Mord zu vertuschen und leitet den Abschluss der Untersuchung ein: Jonas Lauretz wird als verschollen erklärt.




 


Di 2.7. 20:15


Marin Schmid
Ständerat martin schmid
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Am Limit
Regie: Pepe Danquart, D/A 2007, deutsch, 95’

Als weltbeste Extrem – und Alpinkletterer gelten die beiden bayrischen Freeclimber und Brüder Alexander und Thomas Huber. Genannt, die „Huber-Buam“. Im amerikanischen Yosemite Nationalpark (Kalifornien) wollen sie neue Masstäbe im am limitSpeedklettern setzten. Ihr Ziel ist es, die 1000 Meter Steilwand „The Nose“ in Rekordzeit zu bezwingen. Bei diesem nervenaufreibenden Abenteuer werden sie von den Kameras von Wolfgang Thaler und seinen drei Assistenten begleitet, die die psychischen und physischen Anstrengungen der beiden Extremsportler dem Kinobesucher vermitteln sollen.
Oscar-Preisträger Danquart, der schon die eindrücklichen Dokumovies „Heimspiel“, eine Hommage an einen Ostberliner Eishockeyclub, und „Höllentour“, eine Dokumentation über die Tour-de-France, realisierte, bringt uns erneut spektakuläre Bilder einer Extremsportart auf die grosse Leinwand. Der Film ist ein Psychogramm der Brüder Alexander und Thomas Huber, die süchtig nach einem Leben „am Limit“ sind.
Das macht “Am Limit“eigentlich mehr zu einem Porträt dieser zwei Getriebenen als zu einer Hommage ans Bergsteigen. Was aber nicht durchwegs als gelungen bezeichnet werden kann. Die fiktionalen Einschübe, inszenierte Traumsequenzen, wirken eher störend, und vermindern die Wirkung der ansonsten atemberaubenden Bilder, die zudem unnötigerweise vielfach von nachdenklichen Kommentaren begleitet werden.



 


Mi 21.8. 20:15


Linard Bardill
Liederer linard bardill
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Rashomon
Regie: Akira Kurosawa, Japan 1951, OV/d, 88’

Zwei Erzählungen des Dichters Akutagawa Ryunosuke waren der Ausgangspunkt für «Rashomon», einen der besten Filme der gesamten Filmgeschichte. Die eine liefert die Rahmenhandlung unter dem titelgebenden Rashomon, dem Südtor des alten Kyoto, die andere das Mark von Kurosawas Filmhandlung. Sie berichtet von einem Todschlag auf der Wegstrecke von Sekiyama nach Yamashina, dem darauffolgenden Prozess gegen den Banditen Tajomaru und der versuchten Verarbeitung des Geschehens durch einen Priester, einen zufälligen, Fragen stellenden rashomonPassanten und jenen Holzfäller, der den Tathergang mitverfolgt haben will. Die drei stellen fest, dass vor Gericht vier Aussagen gemacht wurden und dass sich diese in ganz wesentlichen Punkten voneinander unterscheiden, ja widersprechen. Wo also liegt die Wahrheit, sind doch alle Versionen in sich stimmig und glaubwürdig. Gibt es überhaupt so etwas wie eine «objektive», von allen teilbare Empfindung von Hergängen oder erleben wir alle ein Geschehen so, wie es uns unter den jeweiligen Umständen gerade am besten passt? Akira Kurosawa präsentiert dem Publikum, das er in die Rolle der Geschworenen versetzt, die einzelnen Schilderungen des Tathergangs, und zwar in Rückblenden, die die Vergangenheit eben in der Gegenwart der Erzählung aufleben lassen. Jeder Tathergang wird damit zur möglichen Wahrheit. In jedem Ablauf verhalten sich die Figuren anders, zum Teil grundlegend anders. Gleichbleibend sind der Ort des Geschehens, eine kleine, lichte Stelle im Wald, und die drei Personen: ein stolzer Samurai, seine göttlich schöne Frau und der Bandit. Klar ist auch, dass der Samurai am Ende tot ist. Bleibt die Frage, wie es dazu kommen konnte.
Walter Ruggle



 


Mi 4.9. 20:15


Armin Gyger
Künstler
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The Producers – Springtime for Hitler

Regie: Mel brooks, USA 1967, E/d,

Zwei Theatermanager wollen absichtlich eine todsichere Pleite landen, um sich auf diese Weise aus der finanziellen Misere zu befreien. So produzieren sie ein mit geschmacklichen Entgleisungen angehäuftes Musical über Adolf Hitler und Eva Braun, engagieren dafür unerfahrene Schauspieler und Regisseure. Dann aber tritt genau das ein, was sie unbedingt verhindern wollten: Für die beiden völlig überraschend erobert das Stück den Broadway.
Mel Brooks beginnt mit diesem Film seine Karriere als Regisseur, wobei seine Filme oftmals als derberes Gegenstück zum intellektuellen Humor z.B. von Woody Allen gewertet werden.
Nach seiner vielfach als grotesk empfundenen Satire auf die Theaterszene und das Publikum, die sich erst Jahspringtime for hitlerre später zum Kultwerk mausert, hat Brooks vor allem mit Parodien auf klassische Filmgenres grossen Erfolg. Er wendet sich 1983 noch einmal einem Hitler-Thema zu: In seiner Neuverfilmung von Ernst Lubitschs Satireklassiker »Sein oder Nichtsein« (1942) mit Brooks und seiner Frau Anne Bancroft in den Hauptrollen.
Mi 4.9. 20.15




 


Mi 18.9. 20:15


Nicole und Thomas Rüegg
Hotel Weiss kreuz
top



Komiker
Regie: MArkus Imboden, CH 2000, deutsch, 90'

Roni Beck ist Komiker mit Leib und Seele und lebt – mangels Erfolg – heimlich im Altersheim-Appartement seiner Mutter. Doch er gibt die Hoffnung auf seinen Durchbruch nicht auf. Als Serge Grätzer, der Altersheimleiter, Roni entdeckt, muss dieser als Hilfspfleger einsteigen. Serge greift in Ronis Karriere ein. Um ihm einen Auftritt zu ermöglichen veruntreut er Geld, doch Ronis Karriere kommt trotzdem nicht vorwärts. Und Serge tut, was er schon immer wollte: er drängt sich selbst auf die Bühne. Das führt zu einem grossen Streit. Trotz Versöhnung kommt es nicht mehr zu einem gemeinsamen Auftritt: Serges Veruntreuung fliegt auf, und er flieht vor der Polizei. Das Altersheim muss geschlossen werden. Schliesslich bringt Roni Herrn Klein, einen alten Exzentriker und Börsenfreak dazu, mit seinen heimlichen Millionen das Heim zu retten.

KOMIKER lebt von seinen verrückten Ideen und Gags, die sich manchmal gar in unhelvetischem Tempo durch den Plot jagen. Die Geschichte mag an den Haaren herbeigerissen sein, doch das Absurde mischt sich angenehm mit hausbackenem Witz und Schweizer Promiauftritten, und wem gelegentliche dramaturgischen Holprigkeiten nichts anhaben, den weiss die Schweizer Komödie mit andern Mitteln durchzuschütteln.

 

 


Mi 9.10. 20:15


Barbara Gabrielli
Amtsleiterin Amt für Kultur GR
topbarbara gabrielli


Der verlorene Sohn
Regie: Luis Trenker, D 1934, deutsch, 102’

Der verlorene Sohn ist ein im Gebirge, den Alpen, und in New York City spielendes Auswandererdrama von Regisseur Luis Trenker aus dem Jahr 1934. Er wurde in den Dolomiten, am Arlberg und in den Strassen von New York gedreht.der verlorene sohn
Das idyllische Dorf inmitten der gewaltigen Dolomiten ist dem Holzfällerburschen Tony zu eng geworden. Auf einer Bergtour rettet er der amerikanischen Millionärstochter Lilian Wiliams das Leben, doch sein bester Freund stürzt in den Tod. Tonio kann den Anblick der Berge nicht mehr ertragen. Er folgt den Williams nach Amerika. Als er in New York ankommt, sind diese jedoch verreist und in Amerika herrscht wegen der Weltwirtschaftskrise bittere Not. Ohne Geld, ohne Arbeit, ohne ein Dach über dem Kopf ist Tonio ein Ausgestossener in der Millionenstadt. Hungernd und frierend irrt er durch die Strassen der Bronx. Für ein Stück Brot wird er sogar zum Dieb. Eines Tages scheinen seine Träume wahr zu werden, denn er trifft Lilian wieder, die ihm ein Leben an ihrer Seite bietet. Doch Tonio weiss, in Amerika wird er immer ein Fremder bleiben. Er verzichtet auf den Glanz der Dollars und die Liebe einer schönen Frau. Die Sehnsucht nach der Heimat ist stärker.

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Mi 23.10. 20:15


Ueli Bleiker
Grossrat
topueli bleiker



The Kite Runner
Regie: Marc Forster, Afghanistan/USA 2007, OV/d, 128’

Der in der Schweiz aufgewachsene Regisseur Marc Forster wird schon bald James Bond über die Leinwand hetzen. Zuerst beweist er aber mit der Literaturverfilmung «The Kite Runner», weshalb er zu den gefragtesten Talenten Hollywoods zählt.
Die beiden Knaben Amir und Hassan sind beste Freunde. Sie spielen zusammen in den Strassen von Kabul und lassen gemeinsam Drachen steigen. Hassan ist der Sohn des the kite runnerHausangestellten von Amirs Vater und würde für Amir alles tun - sogar Dreck essen. Doch Amir ist neidisch auf seinen treuen Freund, weil dieser von seinem Vater fast wie ein gleichwertiges Familienmitglied behandelt wird. Dabei gehört Hassan zum Volksstamm der Hazara, die von den Paschtunen in Kabul als minderwertig betrachtet werden.
Als Amir geschockt zusehen muss, wie Hassan von ein paar älteren Jungen vergewaltigt wird, wächst aus dem Neid auch noch Scham über die eigene Feigheit. An die wird er durch die Präsenz von Hassan dauernd erinnert. Darum beschuldigt Amir seinen Freund des Diebstahls. Der Vorwurf erzielt die gewünschte Wirkung: Hassans Vater entschliesst sich, seinen Arbeitgeber zu verlassen. Kurz darauf marschieren die Sowjets in Afghanistan ein. Amir und sein Vater flüchten in die USA. Dort erhält Amir viele Jahre später einen Telefonanruf: «There is a way to be good again.» Amir kann die auf ihm lastende Schuld begleichen, wenn er den Sohn des getöteten Hassan aus dem von den Taliban geschundenen Land befreit.
Die vom Schriftsteller Khaled Hosseini angesprochenen Themen sind breit gefächert, kehren aber immer wieder zum übergeordneten Motiv des Diebstahls zurück. Wie der Vater seinem Sohn eindringlich erklärt, ist der Diebstahl die grösste und einzige Sünde, und alle anderen Verbrechen sind lediglich eine Variation davon. Wer einen Menschen tötet, raubt ihm das Leben. Wer eine Person belügt, beraubt sie der Wahrheit. Dieser Grundgedanke treibt auch die aufwühlende Verfilmung voran.



 


Mi 6.11. 20:15


Erwin Pelican
Unternehmererwin pelican
Tomils
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Congo River - Beyond Darkness
Regie: Thierry Michel, Kongo 2006

Eine absolut faszinierende, packende Reise von der Mündung bis zur Quelle des Kongos, des grössten Flussgebietes der Welt. Wir lernen die Mythologie des Flusses kennen, erleben den Alltag mit all seinen Facetten und begegnen den legendären Gestalten, die im Herzen Afrikas Geschichte geschrieben haben: Forschern wie David Livingstone und Sir Henry Morton Stanley, Königen der Kolonialzeit sowie den afrikanischen Führern wie Lumumba, Mobutu und Kabila. Und wir dringen ein ins Conrads «Herz der Finsternis».

Die Anspielung auf Joseph Conrad im Untertitel des Films (Herz der Finsternis) und die gleichzeitige Überwindung dieses Vorbilds sind sehr wichtig, um die Vorgehensweise des bekannten Dokumentarfilmers Thierry Michel nachzuvollziehen, der zum vierten Mal einen Film im Kongo gedreht hat. In den vergangenen Jahren hat er sich bereits mit den politischen Entgleisungen in Zaire beschäftigt, er begegnete den letzten Siedlern und untersuchte die unglaublichen Machenschaften der Mobutu-Diktatur. So wie Marlow im «Herz der Finsternis» fasziniert ist von dem unerreichbaren Kurtz, scheint Thierry Michel mit seinen Filmen das Gespenst Mobutus zu verfolgen. Allerdings nimmt er nicht auf Conrad Bezug, weil er einen Apocalypse Now drehen will, sondern um die Entschiedenheit seiner Kritik am Kolonialismus zu betonen und die Relativität unserer Wahrnehmung des afrikanischen Kontinents zu verdeutlichen.

Während er die Dekonstruktion des afrikanischen Mythos zum Ausgangspunkt seiner dokumentarischen Recherche macht, ist er doch über die Flussfahrt auf dem Kongo fest in der Wirklichkeit verankert. Er versucht der Vergangenheit und dem Schicksal Afrikas so tief wie möglich auf den Grund zu gehen, indem er diesem sich dahin schlängelnden Fluss, der 4374 Kilometer lang ist und sehr viel mehr als das Getöse seiner Fluten, bis zur Quelle folgt. Ein ambitioniertes und schwieriges Vorhaben, denn die Bezugnahme auf den Mythos droht die Realität vor lauter Faszination zu verzerren. Michel ist sich dieser Gefahr wohl bewusst und ergreift verschiedene Gegenmassnahmen. Der Fluss ist wie das Land: Es gibt weder Markierungen noch aktuelle Karten, jeder muss sich anhand eigener
Skizzen, mittels eigener Erfahrung seinen Weg bahnen.




 


Mi 20.11. 20:15


Markus Kohler
GKB Thusis
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Intouchables
Regie: Eric Toleano, Olivier Nakache, F 2011, deutsch, 112’

Auf vielfachen Wunsch zeigen wir diese wunderbare französische Komödie noch einmal.
Philippe ist ein reicher Adliger mittleren Alters, liebt intouchablesklassische Musik, ist an den Rollstuhl gefesselt und rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Driss, ein junger Arbeitsloser, hält sich mit Gelegenheitsgaunereien über Wasser, ist frisch aus dem Gefängnis entlassen, chaotisch, ruppig und lebensfroh. Die Wege der beiden kreuzen sich, als Driss zu einem Vorstellungsgespräch als Pfleger bei Philippe auftaucht. Nur will Driss den Job gar nicht bekommen, er braucht nur die Bewerbungsbestätigung für das Arbeitsamt, damit er endlich Arbeitslosengeld beziehen kann. Erstaunlicherweise findet Philippe Driss aber hochinteressant und stellt ihn per sofort als persönlichen Pfleger ein. Was zu Beginn in einer Katastrophe zu enden droht, entwickelt sich, zum Erstaunen aller, nach und nach zu einer tiefen Freundschaft, von der alle Beteiligten nur profitieren können.



 


Mi 4.12. 20:15


Reto Keller
Spitaldirektor
reto keller

Im Bereich Kultur und Sport bietet unsere Region verschiedenste Freizeitbeschäftigungen. Das Kino Rätia trägt viel zum kulturellen Angebot bei. Zum 25-jährigen Jubiläum sei an dieser Stelle noch einmal herzlich gratuliert und allen Beteiligten für die wertvolle Arbeit gedankt. Der Spitalalltag ist für die Mitarbeitenden vielfach hektisch und herausfordernd, das Personal wird immer wieder mit belastenden Situationen konfrontiert. Bei Arbeitsantritt weiss man oft nicht, was die kommenden Stunden bringen werden. Umso wichtiger ist eine gute Erholung und Ablenkung in der Freizeit. Die Zeit in der Natur verbringen, die Familie geniessen, sportliche Aktivitäten, ein Buch lesen, oder einen amüsanten Kinofilm im Kino Rätia schauen, da rückt der Alltag in weite Ferne. Die Anfrage zum Wunschfilm nahm ich deshalb dankend an und organisierte einen Mitarbeiteranlass daraus. Ich wünsche dem Personal des Spitals Thusis und allen Gästen einen unterhaltsamen Abend.
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The Bucket List
Regie: Rob Reiner, USA 2008, OV/d, 97’the bucket list

Unternehmer Edward Cole (Jack Nicholson) will, dass sein Geld für ihn arbeitet. Und da er jenes auch in Krankenhäuser investiert, ist seine Ansicht klar. Keine Extrawünsche bei der Zimmerbelegung. In jedes Zimmer zwei Patienten. Fertig. Ausgerechnet jetzt wird bei Cole Krebs diagnostiziert und er wird in eines seiner Krankenhäuser eingeliefert. Da auch er keine Spezialwünsche zugesprochen bekommt, muss er sich das Zimmer mit dem alten Automechaniker Carter Chambers (Morgan Freeman) teilen, der ebenfalls unheilbar an Krebs erkrankt ist.

Trotz anfänglicher Abneigung, Skepsis und Antipathie nähern sich die beiden älteren Herren an und beschliessen, das Schicksal Krebs nicht einfach so zu akzeptieren, sondern die ihnen verbleibende Zeit aufregend und aktiv zu gestalten. Aus diesem Grund erstellen sie eine sogenannte Bucket List, auf der jene Dinge stehen, die sie unbedingt vor dem Tod noch erleben wollen. Fallschirm springen, eine Safari in Amerika, Motorradfahren auf der chinesischen Mauer, ein Tattoo stechen und ähnliches. Und mit den Millionen auf Coles Bankkonto ist auch die Finanzierung der Abenteuer möglich.
Dass solche Abenteuer und Reisen nicht nur kulturell was bieten, stellen die beiden Männer bald fest. Denn täglich lernen sie gegenseitig voneinander und müssen sich eingestehen, dass es vor dem finalen Tod auch noch Dinge zu erledigen gibt, die wichtiger und ernster sind, als all die gekauften Erinnerungen.




 


Mi 18.12. 20:15


Claudia Kleis
Gemeindeammann Thusis
topclaudia kleis



An Officer and a Gentleman
Regie: Taylor Hackford, USA 1983, OV/d, 124’

Um seinem Leben einen Sinn zu geben, tritt der egoistische Zack Mayo der Navy bei. Nach sechs Jahren Dienst will er sich zum Jet-Piloten ausbilden lassen, doch zuerst gilt es, das harte officerTraining von Gunnery Sergeant Foley zu überstehen. Halt in diesen schweren Wochen findet Mayo in der Freundschaft zu Stubenkumpel Sid und der Beziehung zur Fabrikarbeiterin Paula.
Die Finalszene ging in die Filmgeschichte ein, wie auch der Film selbst. Nach den klassischen Genremustern aufgebaut, zählte die Romanze zweier Menschen, denen das Leben schlechte Karten ausgeteilt hatte, zu den erfolgreichsten Filmen von 1982. Und mit seinem gekonnten Spiel der Hollywood-Partitur ging dies letztlich auch in Ordnung.

Mit Richard Gere



 


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